16.09.2014
Die Technologie zur Nutzung von Biogas in den Bereichen Verkehr, Strom und Wärme ist bereits heute ausgereift. Doch kommt das Gas in Relation zu fossilen Energieträgern kaum zur Anwendung. Denn bisher lässt sich Biogas nicht wirtschaftlich genug erzeugen, um mit Energieträgern wie Erdöl, Erdgas, Kohle oder auch Kernkraft konkurrieren zu können.

Abhilfe schafft hier ein neues Verfahren, das die maxbiogas GmbH in Marienwerder entwickelt hat. Dabei werden pflanzliche Gärreste aus dem ersten Schritt der Biogasproduktion, verholzte Biomasse und agrarische Reststoffe als Rohstoff für einen zweiten Produktionsschritt erschlossen. So lässt sich der Wirkungsgrad von Biogas-Anlagen von ca. 50% auf bis zu 100% steigern.

Um zu klären, ob eine Anwendung des neuen Verfahrens im industriellen Maßstab erfolgversprechend ist, wurde mit INOSIM Professional ein virtuelles Modell der maxbiogas-Technologie erstellt. Die Simulation zeigte, dass ein reiner Scale-Up des Labor-Prozesses noch nicht zu wirtschaftlichen Ergebnissen führen würde. INOSIM und maxbiogas optimierten daraufhin gemeinsam den Prozess bis hin zur Wirtschaftlichkeit.

Dr. Friedrich Streffer, Entwicklungsleiter bei maxbiogas, freut sich über die gelungene Zusammenarbeit mit INOSIM: „Die Simulation war ein wichtiger Zwischenschritt für die Entwicklung des Verfahrens. Durch sie wurden Parameter und Verfahren aus dem Labor-Experiment optimiert, bis der Prozess schließlich wirtschaftlich lief. Anschließend waren wir in der Lage, unserem Investorenverbund belastbare Daten für die Planung der Pilotanlage vorzulegen und die Entwicklung des Verfahrens in den industriellen Maßstab weiterzuführen.“

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